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Letzte Menü-Änderung 29. Jan 2004
Erwähnenswerte Musik aus der Konserve

Kreator
Enemy Of God

Cover: Kreator - Enemy Of God [Digi] "All I see is terror..." unter diesem Aspekt des Songs "Impossible Brutality"darf man getrost das Album "Enemy Of God" von "Kreator" sehen.
Nur, dass das Unmögliche gar nicht so fern ist, denn die Brutalität der Worte und der Musik übertreffen so manches Niveau der 80er Jahre.
Das Album ist kurz gesagt schweine geil - die züchtigen möchtegern Metaller dürfen sich gerne angewidert und ekelerregt abwenden, denn diese Musik ist nichts für sie -, es ist voller Aggressivität, auch wenn mal ein ruhige Stelle kommt.
Das Album ist kompromisslos harter Thash Metal mit provokativen Texten - "...I hate your lies..." ("World Anachy") - und dem nötigen Engagement der Umsetzung, dass freundlicherweise in die musikalische Neuzeit katapultiert wurde. (jm)

Bewertung: 14/15
VÖ: 17.01.2005

Arena
Pepper's Ghost

Cover: Arena - Pepper's Ghost (Digi-Book) Wow!
Äh, das sind garantiert nicht "Arena" wie man sie bis jetzt kannte.
Double-Bass?
Arena ist unüberhörbar immer noch Arena, aber eigentlich nur noch durch den eindrucksvollen Gesang, denn es hat sich musikalisch Einiges geändert; Arena sind ein wenig härter geworden und haben ihrer Musik wirklich Pfeffer unterm Arsch gemacht - ok, es heißt eigentlich Feuer unterm ..., aber wieso bitte so unflexible, denn die Wirkung ist letztendlich die gleiche.
Dieses Album strotz von Harmonie gepaart mit der virtuellen Aggressivitiät der Double-Bass, die punktuell und wirklich zum richtigen Zeitpunkt zum Einsatz kommt, um den progressiven Songs den richtigen Drive zu geben.
Während man Arena gerne noch als pseudo-Duplikat von Marillion ansehen konnte, haben sie mit diesem Album eindeutig ihre Unabhängigkeitserklärung unterschrieben. (jm)

Bewertung: 14/15
VÖ: 17.01.2005

Grave Digger
The Last Supper

Cover: Grave Digger - The Last Supper [Digi] "The Last Supper" und das Cover-Artwork zeigen schon genau worauf sich diese Album bezieht, auf den Verrat an Jesus; und dies ist ist musikalisch und textlich wirklch gelungen.
Nach dem Ende der besagten Trilogie, deren Umsetzung nicht gerade meinen persönlichen Gefallen gefunden hat, war meine Erwartung an diese Platte nicht gerade sehr hoch, dass sie allerdings in diese Erwartung immens übertreffen konnte, erstaunte mich schon während des ersten Hördurchgangs.
Das, was noch zum Album "Grave Digger" für viele ein negatives Gefühl hinterlassen hat, hat sich jetzt zum Besten gewendet, und bildet endlich die gewünschte Homogenität zwischen dem neuen Gitarristen und ein alt eingesessen Strukturelement, dem homogenen bombastischen Vocal-Einsatz mit dem bombastischen Instrumentarium, und dem disharmonischen, freien Spiel der Rauheit der Gitarre im instrumentellen Part - oh, ja, auf die verstreuten dreckige Soli darf man sich schon mal bei diesem Album freuen.
Ich möchte wohl anmerken, dass mir nach "Heart Of Darkness", "Tunes Of War", "Knight Of The Cross" und "Grave Digger" eines der besten und druckvollsten Alben von "Grave Digger" vorliegt, auch wenn es noch nicht ganz an die besagten Alben heranreicht. (jm)

Bewertung: 13/15
VÖ: 17.01.2005

Dark Tranquillity
Character

Cover: Dark Tranquillity - Character (Digi) Es erfüllt schon ein wenig mit Verwunderung, dass "Dark Tranquillity" sich im Gesamten eines besseren besonnen haben, und den Weg vor die "Projector" - Zeit gefunden haben, jedoch - und genau darauf hat garantiert "jeder" gewartet - ist dieses Machwerk nicht so prickelend wie es von den kommerziell abhängigen Zeitschiften gerne beschrieben wird.
Es magelt leider nicht an dem eher als ungewohnt zu bezeichneteten Wiederholungsgrad der Themen, doch ist es erwartungsgemäß sehr schwierig, nach Alben wie "Damage Done" und "Haven" auf den Pfad der Tugend zugelangen und dies auch entsprechend umzusetzen.
Auch wenn ich von In Flames-Fans erschlagen werden könnte - dies ist keine Aufforderung, es zu tun - kommt dieses Album leider nur dem musikalischen Know-How von "In Flames" nahe. (jm)

Bewertung: 12/15
VÖ: 24.01.2005

Tristania
Ashes

Cover: Tristania - Ashes [Digi] Aua!
Genau das beschreibt mein Gefühl beim Hören der CD, auch wenn ich immer noch überzeugter "Fan" von " Tristania" bin, ist diese Album aufgrund seines pseudo-kommerziellen Statuses getrost für den Mülleimer geeignet - selbst "Leaves Eye" und "Atrocity" haben sich da mehr einfallen lassen.
Die extreme Dominanz der Death/Grunt-Vocals, die ich nicht gerade als interessant bezeichen würde, als auch die sehr durchschaubaren und belanglosen Gesangsstrukturen spielen bei dieser Beurteilung genauso ein Rolle, wie der bleibende Eindruck, den die Platte im Allgemeinen hinterlässt - ääääähhh, eigentlich keiner -, doch dummerweise bleibt kein nennenswerter Eindruck zurück, auch bei mehrmaligen Hören nicht.
Damit ist diese Platte gerade zu geeignet für die Affen (eigentlich sind es die Lemminge unser Bevölkerung), die in den einschlägigen Großmärkten und Online-Shops an Ihrer kontinuierlchen Verblödung arbeiten.
Jedenfalls darf man getrost behaupten, dass Tristania mit der lange Pause ausreichend Abstand gewonnen hat, um selbst das Essentielle von guter Musik vergessen zu haben, nämlich den Ausdruck, mindestens eine positiv wirkendene Emotion und Niveau, um sich wenigstens von dem Stumpfsinn der "Verblödungs"-Charts dem ultimativen Kriterium der Musikindustrie abzuheben. (jm)

Bewertung: 6/15
VÖ: 24.01.2005

Apocalyptica
Apocalyptica

Cover: Apocalyptica - Apocalyptica (Special Edition) Auch wenn mich "Apocalyptica" auf Dauer nerven, ist das definitiv die beste Platte, die sie bis jetzt abgeliefert haben.
Durch ihr Vorgängeralbum "Reflections" durfte man sich das erste Rhythmus-Instrument angewöhnen, das Schlagzeug, nur der einzige Makel der Platte war wohl der fehlende Drive.
Mit ihrem vierten Album, sollten sich einige Leute, die Apocalyptica gerne noch in die Rock-Klassik Ecke schieben möchten, warm anziehen, denn hier geht es stellenweise richtig ab.
Alleine "Life Burns!", dass zudem noch richtige Vocals beinhaltet - wiederum ein Novum -, dürfte einige "Metal-Herzen" höher schlagen lassen.
Für die Balladeske-Fraktion ist natürlich neben "Bittersweet" ausreichend ruhiges Songmaterial vertreten, jedoch nicht in dem gleichen Maß, wie auf dem Album "Reflections", so dass das Album weitaus abwechslungsreicher ist.
(jm)

Bewertung: 12/15
VÖ: 24.01.2005

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